FAQ - Oft gestellte Fragen von Studenten

Kapitel 5:  Fragen zur PKV für Studenten

Hier finden Sie Antworten auf oft gestellte Fragen zur PKV für Studenten. Bleibt Ihre Frage unbeantwortet? Dann schreiben Sie uns einfach eine Nachricht oder lassen sich Rückrufen.

 

Wie hoch sind die Kosten der privaten Krankenversicherung?

Die Kosten hängen zunächst vom Eintrittsalter ab (also von dem Lebensalter bei Beginn des Vertrages).

Ein weiterer Faktor ist das gewünschte Leistungsspektrum, denn gute Leistungen zum Schottenpreis sind auch in der PKV nicht zu haben. Wer mit einem Grundschutz zufrieden ist, bekommt eine Krankenversicherung zum kleinen Beitrag. Anders herum genau so.

Einen umfassenden Preis- und Leistungsvergleich über die Studententarife finden Sie in unserem Online-Rechner.

Welche Tarif-Modelle bietet die private Krankenversicherung für Studenten?

Wer sich als Student privat krankenversichern möchte, kann zwischen vielen Tarifen und Tarifkombinationen wählen. Grundsätzlich unterscheidet sich die PKV nach Kompakt-Tarifen und Modul-Tarifen:

Bei den Modul-Tarifen werden die jeweiligen Leistungen für ambulante Behandlungen, fürs Krankenhaus und für den Zahnarzt durch drei einzelne Tarife zu einem Gesamtpaket zusammen geschnürt, welche in dieser 3er-Kombination den kompletten Versicherungsschutz ergeben. Dadurch können die gewünschten Leistungen (im Rahmen der tariflichen Vorgaben) frei gewählt werden. Die Modul-Tarife sind meistens sehr leistungsstark – und darum auf einem relativ hohen Preisniveau.

Übrigens: Wer keine zahnärztlichen Leistungen braucht, kann diese in den Modul-Tarifen ausklammern und sich die Beiträge für die Zahnversicherung sparen.

Außerdem können Studenten zwischen vielen Kompakt-Tarifen auswählen. Bei einem Kompakt-Tarif ist das Leistungsspektrum nahezu immer fest vorgegeben. Eine Leistungsauswahl in den einzelnen Bereichen (Ambulant/Stationär/Zahn) besteht dort meist nicht.

Darüber hinaus wird von einigen Privatversicherungen auch die sog. PSKV (private studentische Krankenversicherung) angeboten. Die Beiträge und Leistungen der PSKV sind bei allen Versichern identisch. Weil die Leistungen der PSKV insgesamt äußerst gering sind (liegen teilweise sogar unter dem Niveau der gesetzlichen Krankenkassen), raten wir Ihnen von der PSKV aber dringend ab.

Die verschiedenen Tarifmodelle der Studenten-PKV können Sie sich direkt in unserem interaktiven Online-Rechner ansehen und finden dort mit wenigen Klicks garantiert den passenden Tarif.

Wie lange gelten die privaten Studententarife?

Die Studenten-PKV greift (abhängig von Gesellschaft und Tarif) bis zum 34. oder sogar 39. Geburtstag. Weitere Infos finden Sie in diesem Sonder-Kapitel. In unserem Vergleichstool sind die unterschiedlichen Dauern ebenfalls hinterlegt.

Ich bin BAföG-Empfänger. Wird der Zuschuss auch für die private Krankenversicherung gezahlt?

Ja. Das Amt für Ausbildungsförderung zahlt Ihnen pro Monat einen Zuschuss von max. 71,00 € zur Krankenversicherung und 15,00 € für die Pflegeversicherung. Der Zuschuss ist also der selbe, wie für Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung.

Ich möchte mich privat krankenversichern. Kann ich mich von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse befreien lassen?

Ja, allerdings immer nur zu bestimmten Terminen.

Als Studienanfänger können sich innerhalb von drei Monaten nach Studienbeginn von der Versicherungspflicht befreien lassen. Der Befreiungsantrag muss bei derjenigen Krankenkasse gestellt werden, bei der Sie zuletzt versichert waren. Zu beachten ist: Falls Sie zwischen Abitur und Studium eine Sozialversicherungspflichtige Tätigkeit hatten, die über einen Minijob hinaus ging, so können Sie nicht in die PKV eintreten.

Sind Sie bereits mitten im Studium, so können Sie entweder mit Ablauf der Familienversicherung in die PKV wechseln, oder zum Ende des Semesters, in dem Sie 30 Jahre alt werden, oder aber mit erreichen des 15. Fachsemesters.

Bei welchen Nebenjobs bin ich sozialversicherungspflichtig und muss zurück in die gesetzliche Krankenversicherung?

Hier wird unterschieden, ob der Job in den Semesterferien stattfindet, während der Vorlesungszeit oder im Rahmen eines Pflichtpraktikums. Hier die einzelnen Regelungen:

Während der Semesterferien bleibt Ihre Beschäftigung immer dann sozialversicherungsfrei, wenn Sie diese nicht länger als sechs Monate im Jahr ausüben. Die Höhe des Verdienstes und auch die wöchentliche Arbeitszeit spielt in den Semesterferien keine Rolle.

Das gleiche gilt für ein Praktikum, welches Sie gemäß der Studien- oder Prüfungsordnung ausüben müssen. Solche Pflichtpraktika können zeitlich unbegrenzt erfolgen ohne das eine Sozialversicherungspflicht besteht. Auch der Verdienst und die wöchentliche Arbeitszeit sind völlig egal.

Ganz anders verhält es sich bei Arbeitsverhältnissen während der Vorlesungszeiten. Diese bleiben nur in den folgenden Fällen sozialversicherungsfrei:

  • bei kurzfristigen Beschäftigungen, die nicht länger als zwei Monate am Stück ausgeübt werden und nicht länger als 50 Tage pro Jahr.
  • bei dauerhaften Nebenjobs mit einem monatlichen Einkommen von bis zu 425 € (bzw. bis zu 450 € für geringfügige Beschäftigungen/Minijobs).
  • bei dauerhaften Nebenjobs mit einer Arbeitszeit von nicht mehr als 20 Wochenstunden.