FAQ - Oft gestellte Fragen von Studenten

Kapitel 3:  Praktikum und Sozialversicherung

Hier finden Sie die Antwort auf eine oft gestellte Frage zum Thema Praktikum und Sozialversicherungspflicht. Falls Ihre Frage hier nicht auftaucht, dann schreiben Sie uns einfach eine Nachricht oder fordern einen Rückruf an.

 

Wonach richtet es sich, ob ein Praktikum für die Kranken-, Arbeitslosen- oder Rentenversicherung sozialversicherungspflichtig wird ?

Das hängt unter anderem vom Zeitpunkt des Praktikums ab.
Je nachdem, ob es vor dem Studium, während dessen oder danach stattfindet, gibt es folgende drei Differenzierungen vom Gesetzgeber:
  1. Vorgeschriebene Praktika (Praxissemster)

    Wenn Sie immatrikuliert sind und gemäß der Ausbildungs-, Studien- oder Prüfungsordnung ein Zwischenpraktikum leisten müssen, so bleibt dieses Praktikum generell beitragsfrei und Sie müssen dafür keine Beiträge entrichten (auch nicht für die gesetzliche Arbeitslosen- oder Rentenversicherung).

  2. Freiwillige Praktika (Zwischenpraktika)

    Ein freiwilliges Praktikum liegt immer dann vor, wenn es nicht von der Ausbildungs-, Studien- oder Prüfungsordnung vorgeschrieben ist.

    In der Kranken- und Arbeitslosenversicherung bleiben freiwillige Praktika nur dann beitragsfrei, wenn folgende Regelungen eingehalten werden:

    • die Arbeitszeit beträgt nicht mehr als 20 Stunden pro Woche.

    • das monatliche Einkommen daraus beträgt nicht mehr als 450 €. (liegt das Einkommen darüber, müssen zusätzlich auch Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt werden)

    • das Praktikum wird nur kurzfristig ausgeübt (also nicht länger als 2 Monate am Stück und nicht mehr als 50 Tage im Kalenderjahr). In dem Fall spielen die Arbeitszeit und das Einkommen keine Rolle.

    • die Praktika finden in den Semesterferien statt. Auch hier sind Arbeitszeit und Einkommen nicht relevant.

  3. Vorpraktikum/Nachpraktikum außerhalb des Studiums

    Bei allen Vor- oder Nachpraktika wird die eventuell eintretende Versicherungs- und Beitragspflicht in der Kranken-, Arbeitslosen- oder Rentenversicherung individuell geprüft.

    Es kommt nämlich unter anderem darauf an, ob es sich um ein vorgeschriebenes Praktikum im Rahmen des Studiums handelt, oder ob das Praktikum freiwillig erfolgt. Entscheidend ist außerdem, ob aus dem Praktikum ein Arbeitsentgelt bezogen wird.

    Bei Aufnahme eines solchen Praktikums sollten Sie sich immer an Ihre gesetzliche Krankenkasse wenden. Wenn Sie privat krankenversichert sind, dann konsultieren Sie einfach diejenige gesetzliche Krankenkasse, in der Sie zuletzt versichert waren. Sollten Sie immer schon privat versichert gewesen sein, so ist die jeweilige AOK an Ihrem Heimatort (Allgemeine Ortskrankenkasse) stets der richtige Ansprechpartner.

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