FAQ - Oft gestellte Fragen von Studenten

Kapitel 2:  Studentische Krankenversicherung und Nebenjobs

Hier finden Sie Antworten auf oft gestellte Fragen zum Thema studentische Krankenversicherung und Nebenjobs. Ihre Frage bleibt hier unbeantwortet? Dann schicken Sie uns schnell eine Nachricht oder fordern einen Rückruf an.

 

Wie verhält es sich mit der Beitragspflicht bei mehreren Beschäftigungen? Ich habe zwei Arbeitgeber, bin jeweils zehn Stunden wöchentlich beschäftigt und beziehe aus jeder dieser Tätigkeiten jeweils 450 €.

Die beiden Beschäftigungen werden in diesem Fall zwar zusammen gerechnet, bleiben aber sozialversicherungsfrei, da Sie nicht mehr als 20 Stunden jobben. Allerdings müssten Sie in dem Fall Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung aus den beiden Jobs abführen (in Höhe des Arbeitnehmeranteils). In Zahlen ausgedrückt heißt das, dass insgesamt 88,65 € an Beiträgen zur Rentenversicherung abzuführen sind (9,85% von 900 €).

Neben dem Studium habe ich zwei Nebenjobs mit jeweils 450 €. Einen mit 10 Stunden pro Woche, den anderen mit wöchentlich 15 Stunden. Zahlen beide Arbeitgeber Pauschalbeiträge?

Da Sie insgesamt mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten, gelten Sie als Arbeitnehmer und müssen individuelle Beiträge aus den Arbeitsentgelten beider Jobs bezahlen. Ihr Arbeitgeber hat keine Pauschalbeiträge zu entrichten.

Ich arbeite meistens Abends und an den Wochenenden. Welche Rolle spielt die Anzahl der Stunden bei der Versicherungspflicht bzw. -freiheit bei Studenten?

In Ausnahmefällen kann von einer starren 20-Stunden-Grenze abgewichen werden. Die Dauer der wöchentlichen Arbeitsbelastung wäre hier nicht entscheidend, sofern Ihre Arbeitszeit so liegt, dass sie sich den Erfordernissen des Studiums anpasst und unterordnet. Das ist zum Beispiel bei einer mehr als 20-stündigen wöchentlichen Beschäftigung vornehmlich an Wochenenden sowie in den Abend- und Nachtstunden der Fall. Je mehr allerdings die 20-Stunden-Grenze überschritten wird, desto schwieriger wird es sein, diesen Nachweis zu führen.

Ich arbeite als studentische Hilfskraft und bin als Student privat versichert. Welche Einkommensgrenzen muss ich beachten? Gibt es eine Möglichkeit, von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln?

Wer als Student statt der gesetzlichen Krankenversicherung einmal einen privaten Krankenversicherungsträger gewählt hat, kann für die Restdauer des Studiums nicht mehr in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln.

Einkommensgrenzen spielen hierfür keine Rolle.

Bedeutung kann allerdings die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit gewinnen. Wenn Sie mehr als 20 Wochenstunden arbeiten, tritt die allgemeine Sozialversicherungspflicht als Arbeitnehmer auf Grund eines Beschäftigungsverhältnisses ein. Bei diesem Szenario sind Sie sogar dazu verpflichtet, der gesetzlichen Krankenkasse beitreten. Bei einer studentischen Hilfskraftstelle dürfte dies regelmäßig aber nicht der Fall sein.