Wer muss sich wie versichern?

Die Regelung ab dem 15. Fachsemester

Wer im Studium gesetzlich krankenversichert ist, muss sich ab dem 15. Semester auf eine satte Beitragserhöhung vorbereiten. Die kostengünstige studentische Krankenversicherung würde zu dem Zeitpunkt nämlich entfallen.

Für Studenten, die Mitglied in der privaten Krankenversicherung sind, bleibt das überschreiten der Semestergrenze im Regelfall ohne Folgen.

 

Für gesetzlich krankenversicherte Studenten

endet der Anspruch auf die studentische Krankenversicherung im Normalfall mit Beginn des 15. Fachsemesters.

Bei der Semestergrenze werden allerdings nur die Fachsemester des jeweiligen Studiengangs angerechnet. Das heißt: Solange der 30. Geburtstag noch nicht erreicht ist, können praktisch für jeden einzelnen Studiengang insgesamt 14 Fachsemester absolviert werden, ohne dass der Anspruch auf die günstige studentische Krankenversicherung verloren geht.

Zudem gelten Urlaubssemester (egal ob eines oder mehrere) nicht als Fachsemester und werden der 14-Semester-Grenze somit nicht hinzu gerechnet.

Sind die 15 Semester aber einmal erreicht, so würde die sog. ”freiwillige Krankenversicherung“ greifen mit einem Beitrag, der mehr als das doppelte betragen wird. Die monatlichen Beiträge der freiwilligen gesetzlichen KV liegen zwischen 174,04 € und 182,47 € (unterschiedlich je nach Krankenkasse).

 

Privat versicherte Studenten

haben mit erreichen des 15. Semesters keine höheren Beiträge zu befürchten, denn in der Studenten-PKV ist die Semesterzahl ohne jede Bedeutung.

Aber Ausnahmen bestätigen die Regel, wie es ja immer heißt. So auch hier, denn zwei Studenten-PKVs sehen tatsächlich einige Einschränkungen vor:

  • Bei der Continentale Krankenversicherung ist der Studententarif max. bis zum Abschluss des 12. Fachsemesters möglich. Nur im Ausnahmefall (z.B. Abschluss der bereits begonnenen Prüfung, Prüfungswiederholung) kann eine einmalige Verlängerung um bis zu drei Semester vereinbart werden.
  • Bei der HanseMerkur wird der Studententarif für eine Dauer von insgesamt 12 Semestern gewährt (das heißt: für eine Zeit von höchstens sechs Jahren ab Vertragsbeginn).
Es steht natürlich jedem frei, sich trotz dieser Einschränkungen bei einem der zwei Anbieter zu versichern. Nur läuft das Leben nicht immer nach Plan und der Zeitfaktor kann damit ein hohes finanzielles Risiko bedeuten. Sein Sie sich bewusst, dass der Wegfall des PKV-Studententarifs grundsätzlich eine immense Beitragssteigerung nach sich zieht. Und wir reden hier nicht um Peanuts, sondern um eine Verdoppelung bis Vervierfachung der ursprünglichen Prämien.