Wer muss sich wie versichern?

Regelungen in der Familienversicherung

Wer schon während des Abi´s über die Eltern gesetzlich familienversichert war, der sollte auch für die Dauer des Studiums so lange wie möglich in der kostenlosen Familienversicherung bleiben. Weil diese meist auch während der Studienzeit bis zu einem gewissen Alter zum “Nulltarif” weiter bestehen kann, sind Studenten dort am günstigsten aufgehoben.

 

Die Regelung für GKV-Versicherte:

Als gesetzlich versicherter Student können Sie bis zu Ihrem 25. Geburtstag beitragsfrei über die Familienversicherung der Eltern versichert bleiben.

Wenn Sie zwischen Abi und Studium einen Ersatzdienst geleistet haben, so wird die Familienversicherung für die abgeleisteten Monate dieses Dienstes verlängert. Danach aber würde die Familienversicherung in jedem Fall enden.

Bitte beachten Sie zudem die Einkommengrenzen:

Wenn Sie nebenher jobben gehen, dürfen Sie jeweils nur eine so genannte „geringfügige Beschäftigung” mit einem Verdienst von maximal 450 € ausüben. Es dürfen auch keine Einnahmen von mehr als 425 € aus sonstigen Quellen vorhanden sein (z.B. aus Mieten oder Zinsen oder aus einer selbständigen Tätigkeit). Wird eine der beiden Einkommengrenzen überschritten, so endet die Familienversicherung mit sofortiger Wirkung (auch rückwirkend).

Mit einem Wegfall der Familienversicherung, sei es aus Altersgründen oder wegen des Verdienstes, müssen Sie der gesetzlichen studentischen Krankenversicherung beitreten.

Die studentische Krankenversicherung kostet aktuell 83,20 € im Monat (für Studenten mit einem Kind etwas weniger: 81,58 €). Der Beitrag ist bei allen Krankenkassen bundeseinheitlich gleich.

Doch auch die studentische Krankenversicherung ist begrenzt, denn sie endet zum Semesterende nach dem 30. Geburtstag. Nur wenn eine Verlängerung rechtfertigen, kann die studentische KV zeitlich ausgedehnt werden.

In jedem Fall aber würde die studentische Krankenversicherung enden, wenn Sie 14 Fachsemester im aktuellen Studiengang überschritten haben.

Übrigens: Innerhalb von drei Monaten nach Fortfall der gesetzlichen Familienversicherung haben Sie auch die Möglichkeit, in einen Studententarif der privaten Krankenversicherung zu wechseln.

In den Grundschutztarifen der PKV ist der Beitrag nicht höher als in der GKV - und auch die Leistungen sind in Teilbereichen besser. Für Studenten ab 30 Jahren oder ab dem 15. Semester lohnt sich die Privatversicherung sogar immer. Außerdem gelten die günstigen Studententarife in der PKV nicht nur bis zum 30. Geburtstag, sondern (je nach Gesellschaft) bis zur Vollendung des 34. oder sogar 39. Lebensjahres. Die Anzahl der erreichten Fachsemester spielt zudem gar keine Rolle (Einzige Ausnahme: die Continentale Krankenversicherung versichert nur solche Studenten, die dass 12. Semester nicht überschritten haben).

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Die Regelung für Kinder von Beamten:
(Studenten in der Beihilfe)

Beamte haben grundsätzlich Anspruch auf eine staatliche Beihilfe und bekommen einen Großteil der Krankheitskosten (meist 50%) von ihrem Dienstherren erstattet. Die Kinder eines Beamten erhalten sogar bis zu 80% an Beihilfe.

Wer als Beamtenkind die staatliche Beihilfe genießt, kann dort aber nur bis zu einem gewissen Alter mitversichert sein. Die Beihilfe für Beamtenkinder ist nämlich an das Kindergeld geknüpft, welches seit dem Jahr 2008 nur noch bis zum 25. Geburtstag gezahlt wird. Fällt das Kindergeld aber weg, so entfällt gleichzeitig auch der Anspruch die staatliche Beamtenbeihilfe als mitversichertes Familienmitglied.

Wenn Sie als Beamtenkind eine staatliche Beihilfe genießen, können Sie dort generell nur bis zu einem gewissen Alter mitversichert sein. Die Beihilfe für Beamtenkinder ist nämlich an das Kindergeld geknüpft, welches seit dem Jahr 2008 nur noch bis zum 25. Geburtstag gezahlt wird. Fällt das Kindergeld aber weg, so entfällt gleichzeitig auch der Anspruch die staatliche Beamtenbeihilfe als mitversichertes Familienmitglied.

Wer zwischen Abitur und Studium einen Ersatzdienst in der S÷ldnertruppe (Bundeswehr) geleistet hat, hat einen Anspruch auf Beihilfeverlängerung für die Dauer des geleisteten Dienstes. Danach aber entfällt die Beihilfe generell.

Zudem sind bestimmte Einkomensgrenzen zu beachten:
Die staatliche Beihilfe kann vorher jederzeit entfallen, wenn Sie als beihilfeberechtigtes Familienmitglied über ein regelmäßiges Monatseinkommen von mehr als 640 € verfügen.

Der Entfall der Beihilfeberechtigung hätte, je nachdem ob Sie über die Eltern bisher privat oder gesetzlich versichert waren, folgende Konsequenzen:

Wenn Sie bisher privat versichert waren:

In diesem Fall wären Sie künftig nur noch über den privaten Beihilfetarif weiter versichert (also lediglich zwischen 20 und 25%). Und weil bis zum Studienende ein Wechsel in die GKV nicht möglich ist (weil bei Studienbeginn der Eintritt in die GKV verweigert wurde) bleibt Ihnen schließlich nur die Möglichkeit, sich über einen Studententarif der PKV weiter zu versichern.

Leider bieten nicht alle Privatversicherer preiswerte Tarife für Studenten an. Falls Ihre bisherige Versicherung also keine oder zu teure Studententarife anbietet, können Sie notfalls auch die Gesellschaft wechseln.

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Wenn Sie bis dato gesetzlich versichert waren:

In dem Fall ändert sich an Ihrem Versicherungsschutz rein gar nichts, denn die gesetzliche Krankenversicherung verfügt nicht über spezielle Ergänzungsversicherungen für die Beihilfe.

Ein Beamter muss dort immer den vollen Beitrag für eine 100% Krankenversicherung bezahlen, obwohl er nur einen gewissen prozentualen Teil davon benötigen würde.

Ihre gesetzliche Krankenversicherung würde also ganz normal weiter laufen mit dem vollen Krankenversicherungsschutz.

Zu beachten ist:

Wenn Sie bei Ablauf der Beihilfe den 25. Geburtstag erreicht haben, so müssen Sie der studentischen Krankenversicherung beitreten und eigene Beiträge zahlen.

Die studentische GKV kostet zurzeit 83,20 € pro Monat und gilt bis zum Ende des 14. Semesters oder dem 30. Geburtstag.